Erich Später (Saarbrücken): Der dritte Weltkrieg: Die Wehrmacht in der Sowjetunion.

Do., 23. Mai 2013, 19:00

Der Überfall auf die Sowjetunion 1941 und dessen schreckliche Konsequenzen für die sowjetische Bevölkerung haben den Begriff Vernichtungskrieg wesentlich geprägt. Gleichwohl scheint das Interesse an dessen detailliert und klar formulierten Plänen heute vergleichsweise gering zu sein, widersprechen diese doch einem immer noch weit verbreiteten Bild einer „sauberen Wehrmacht“. Ziel des als Blitzkrieg angelegten deutschen Feldzugs war die systematische Vertreibung, Versklavung und Ermordung der sowjetischen Bevölkerung. Hierbei kamen nach Schätzungen 24-40 Millionen Menschen ums Leben. Erst der Sieg über die 6. Armee im Februar 1943 in Stalingrad vermochte jenes deutsche Unternehmen zu stoppen und die Wende im deutsch-sowjetischen Krieg herbeizuführen. Siebzig Jahre nach diesen Ereignissen gilt es nach wie vor die Verbrechen der Wehrmacht und die Leiden ihrer Opfer dem kollektiven Gedächtnis in Erinnerung zu rufen. Hierzu hat Erich Später eine umfassende Darstellung der Ereignisse beigetragen.

Der Historiker und Journalist Erich Später ist Autor mehrerer Bücher und Aufsätze, z.B der Studie Villa Waigner. Hanns Martin Schleyer und die deutsche Vernichtungselite in Prag 1939–1945, Hamburg 2009 und der Artikelserie Der dritte Weltkrieg in der Zeitschrift konkret.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem DGB Stadtverband Stuttgart ausgerichtet.