Claus Baumann (Stuttgart): Revolution im Dienste der Poesie? – Walter Benjamins, Theodor W. Adornos und Guy Debords Überlegungen zum Verhältnis von Kunst, Avantgarde und Klassenkampf.

So., 2. Dezember 2012, 17:00

Die Krise der Arbeiterbewegung und der Niedergang der großen avantgardistischen Kunstbewegungen sowie die katastrophale Entwicklung des deutschen NS-Faschismus, die in Auschwitz kulminierte, stehen in einem bestimmten Zusammenhang, dem sich auch gegenwärtige Formen der Kunst hierzulande nicht zu entziehen vermögen, selbst wenn ihnen das nicht explizit bewusst ist. Um diese geschichtlich wirkmächtigen Topoi kreisten stets auch die Überlegungen Benjamins, Adornos und Debords, allerdings mit jeweils unterschiedlichen Gewichtungen.
In seinem Vortrag bringt Claus Baumann diese Reflexionen mit Fokus auf das Verhältnis von Kunst, Avantgarde und Klassenkampf in eine trialogische Konstellation, ohne die Differenzen, die jeweiligen geschichtlichen Orte und Bezugspunkte jener Autoren einzuebnen. Was die verschiedenen Konsequenzen daraus für das gegenwärtige Verhältnis von Kunst und Politik bedeuten, lässt sich anschließend diskutieren.

Claus Baumann ist Philosophiedozent an der Universität Stuttgart und an der Dualen Hochschule in Stuttgart. In seiner Dissertation hat er sich an der Frage was tun wir, wenn wir arbeiten? abgearbeitet. Er selbst bezeichnet sich lieber – in proletarischer Form – als „Arbeiter des Begriffs“ denn als „Philosoph“, insbesondere weil er als Philosoph in seiner Erwerbsarbeitssituation einen äußerst prekarisierten Status besitzt. Er hat 2011 am Schauspiel Stuttgart beim Projekt Arbeit Theater Widerstand mitgewirkt und ist derzeit am Flanerie-Labor Umwege & Unorte beteiligt.

(Eintritt frei.)


1 Antwort auf „Claus Baumann (Stuttgart): Revolution im Dienste der Poesie? – Walter Benjamins, Theodor W. Adornos und Guy Debords Überlegungen zum Verhältnis von Kunst, Avantgarde und Klassenkampf.“


  1. 1 fremdVA: Revolution im Dienste der Poesie? – Walter Benjamins, Theodor W. Adornos und Guy Debords Überlegungen zum Verhältnis von Kunst, Avantgarde und Klassenkampf at Seltsamer Zusammenschluss Pingback am 01. Dezember 2012 um 12:29 Uhr
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