Blödmaschinen und Econotainment. Kapitalismus als Spektakel. Multimedialesung von Markus Metz (München) & Georg Seeßlen (Kaufbeuren).

So., 14. April 2013, 17:00

Vor nicht allzu langer Zeit wäre wohl kaum jemand auf die Idee gekommen, regelmäßig den Börsenteil der Zeitung zu lesen. Heute wird plötzlich mehr und emotionaler über Wirtschaft geredet als jemals zuvor. Wir erleben – so Markus Metz und Georg Seeßlen – den Anbruch einer neuen Phase des Kapitalismus, in der er sich endgültig in ein gigantisches Spektakel verwandelt. Die Botschaft, die über alle Blödmaschinen verbreitet wird, lautet: Ökonomie ist auch nur ein Reality-Format.

Markus Metz und Georg Seeßlen sind freie Journalisten und die Autoren des 2011 erschienenen Groß-Essays Blödmaschinen: Die Fabrikation der Stupidität, welcher die grassierende Blödheit (die ja durchaus beanspruchen kann die angemessene Geisteshaltung in Verhältnissen zu sein, die sich nicht mal den Anschein von Sinnhaftigkeit geben wollen) in ihren jeweiligen Ausprägungen nicht, wie üblich, mit kulturpessimistischem Lamento begleitet, sondern ihre Produktion und Reproduktion als Funktionen von „Maschinen“ begreifbar machen will, deren Mechanismen es zu analysieren gilt. 2012 haben sie den Supplement-Band Kapitalismus als Spektakel: Oder Blödmaschinen und Econotainment nachgereicht, in dem gezeigt wird, wie sehr sich die kapitalistische Ökonomie selbst, jene letzte ehrwürdige „große Erzählung“, bereits in blödes Entertainment aufgelöst hat.


1 Antwort auf „Blödmaschinen und Econotainment. Kapitalismus als Spektakel. Multimedialesung von Markus Metz (München) & Georg Seeßlen (Kaufbeuren).“


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